Aus Eis – wird Braunbär
Am 2. Februar erblickte man in der Eifel zum letzten Mal einen winterlichen Schneekristall. Danach erinnerte das Wetter eher an den Guns & Roses –Hit „November Rain“. Zu unserem letzten Februar – Wochenende legte sich der Wettergott noch mal kräftig ins Zeug. Allerdings in die falsche Richtung, denn am Samstag begrüßte ein lauer Frühlingshauch die 26 startenden Teams. Das waren etwas weniger als im Jahr 2007, aber durchaus genug, um das typische „Eisbären – Feeling“ zu vermitteln.
Die Original – Unterlagen waren bereits per Post nach Wipperfürth geschickt worden und der Kopierer im Hause Schuwirth lief auf Hochtouren. Mit voll bepacktem Baby – Benz machte ich mich Freitag Morgen auf den Weg in die Eifel – und umschiffte die 100 Km im Sektor. Bis 13.00 Uhr waren die Kontrollschilder einer Etappe postiert. Das üppige Mittagsmahl im Gasthof Weber musste allerdings ausfallen, weil Koch Werner unterwegs war. Während der Nachmittagsrunde machte ich kurz vor Schluss eine Pause, um in Müllenbach in einem Landcafe lecker Kuchen zu verdrücken. Der war aber schon aus. Sie kredenzte Sahne kam aus der Dose, der italienische Kaffee von Nescafe´ . So konnte ich mich erst beim Abendessen lukullisch erfreuen. Die ersten Teams trudelten ein. Ich machte aber schon um 22.00 Uhr schlapp und kann eigentlich gar nichts erzählen über den Abend, ich war einfach zu müde.
Samstag Morgen, der Saal war gut gefüllt, die Sonne lachte mit den Teilnehmern um die Wette. Ungefähr drei viertel der Teilnehmer waren alte Bekannte, der Rest neu und musste erst beschnüffelt werden. Zwei Teams fuhren ihre erste Karten – Tour und ich begann mir etwas Sorgen zu machen, ob diese Teams denn auch die Aufgaben bewältigen könnten. Unter den Profis waren auch einige „Neue“ zu finden. Familie Witte konnte alle Familienfeiern verschieben und feierte ihrer Premiere, genauso wie das Remscheider Team Wolfertz/Winsiewski, eines der besten Klassik – Teams unserer Region. Dazu kamen auf den letzten Drücker Patrick Weber und Freundin, die Georg und ich bei der Sewastopol anheuern konnten und Familie Horsch. Der Name kam mir so bekannt vor, aber ich konnte mich nur an seinen Start bei der „Grenzland - Ori“. Seine Frau gab dann den entscheidenden Hinweis: „alter Co von Manfred Hero“. Guido Horsch hatte sich einen Porsche aufgebaut und startet nun ernsthaft in der Oldtimer – Liga. Als Test diente unsere Ori in der Eifel.
Wie jeder Fahrten – Macher stieg mit dem näher kommenden Start meine Befürchtung, es viel zu leicht gemacht zu haben und ob der Qualität des Teilnehmerfeldes befürchtete ich ein Bündel fehlerfreier Borkarten. Aber dieses Problem war schon in der Mittagspause gelöst, als nur zwei Profis und ein N – Team mit blütenreiner Weste ihre Klasse anführten. Alles lag dicht zusammen und die berechtigte Kritik über nicht korrekte Zeichnungen hielt sich in Grenzen. Das wiederholte sich nach dem Mittagessen. Eine irrtümliche Anlieger – Frei – Straße war natürlich nicht gewollt, aber gezeichnet. Auch hier entschädigten die schönen Strecken für solche Fehler und die Stimmung blieb bei fast allen Teams sehr gelöst. Während Familie Witte und Wolfertz/Wisniewski auf den Gesamtplätzen eins und zwei einen tollen Einstand feierten, konnten sich andere nicht so schnell mit meinem Stil der Aufgabenstellung anfreunden. Während Familie Horsch das Ergebnis als Lehrphase auslegte, seinen Spaß und das Wiederkommen im Jahr 2009 bekundete, war Patrick enttäuscht.
Es gab übrigens zwei Gesamtsieger, denn auch Hans und Patrick Grützenbach blieben in beiden Etappen fehlerfrei. Da musste Britta schnell einen zweiten Freistart drucken, die Eisbären wurden brüderlich geteilt.
In der Klasse A waren nur vier Teams unterwegs und mit Christoph Janoschek/Wilfried Gerlach setzte sich ein Team vom Start weg an die Spitze.
Wir konnten uns über 11 Nennungen in der Klasse der Newcomer freuen. Der Clubausflug des MSC Heiligenhaus hatte daran natürlich wieder einen großen Anteil. Die Fehlerquote von 9 Teams belegte einen gut gewählten Schwierigkeitsgrad. Nur die beiden ganz frischen Pärchen hatte ich überfordert. Aber beide kämpften sich wacker ins Ziel und gaben an, trotzdem Spaß gehabt zu haben. Zumindest ein Team konnte in der anschließenden Runde überredet werden, in der BOM zu nennen und verabschiedete sich bis Remscheid.
Mit null Fehlern dirigierte Tanja Windhövel ihren Fahrer über die ca. 160 Kilometer. Mit nur einem Fehler folgten Wolfgang und Jan – Alexander Terstappen. Michael Weinert/Janina Atzori vervollständigten den Schwelmer Erfolg mit Platz drei. Caroline Kraus, Heike Kramer und Nicole Schlemmer freuten vielleicht noch mehr über ihren vierten Platz, den sie sich mit einer fehlerfreien zweiten Runde erkämpften.
Wie lang und feucht der Abend wurde, kann ich euch auch nicht sagen, weil ich wieder sehr schnell müde wurde. Dabei hatte ich mir so viel vorgenommen. Ich war viele Stunden vor dem Rest im Bett und Sonntags erstmals richtig ausgeschlafen. Natürlich hatte der MSC Heiligenhaus am frühen Morgen die Feier und die Gaststube abgeschlossen.
Wir überlegen schon an der 6. Auflage, suchen wieder neue Wege und vielleicht laden wir ja im Februar 2009 zur Braunbär – Ori.
Mario
1 Kommentare:
Liebes BGM-Team,
war eine tolle Veranstaltung! Und wir sagen nur soviel: WIR KOMMEN WIEDER!!!!
Wir hätten noch ein weiters Prädikat für euch: Lauf zur Heiligenhauser Clubmeisterschaft!
Die Bären des MSC Heiligenhaus
P.S. Und zu der Sache mit dem Zuschließen der Gaststätte: "WER HART ARBEITET, KANN AUCH HART FEIERN!"
Weitere Info´s zum harten Arbeiten unter www.msc-heiligenhaus.de
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